Meine Jugendzeit in Röderau

Im Jahr 1942 wurde ich als zweites Kind von Charlotte und Kurt Ettelt im Haus meiner Großeltern Anna und Emil Bielig in Röderau in der Sandbergstrasse geboren.
Ich sage heute, obwohl meine Geburt noch in der Zeit des 2. Weltkrieges erfolgte und die sich anschließende Zeit für meine Eltern auch recht entbehrungsreich war: "Ich hatte eine schöne Kindheit". Eine Vertreibung aus der Heimat und mehrere Aufnahmelager, wie es Renate mit ihrer Mutter und den Verwandten erlebt hat, musste ich zum Glück nicht kennen lernen. 
Ich konnte während meiner Kinder- und Jugendjahre im Haus meiner Großeltern wohnen. Zum Haus gehörte ein schöner großer Garten, das Arbeitsfeld meines Opas und auch meines Vaters. Ich durfte mich auf einem kleinen Beet auch als Gärtner betätigen. Meine Mutter hatte mir dazu extra ein "Arbeiterschürze" genäht, die ich mir schon lange gewünscht hatte.
In der Nachbarschaft wohnten Gleichaltrige und es war am Abend immer reger Betrieb auf der Straße. Es wurden alle möglichen Kinderspiele gemacht, die heute wahrscheinlich kein Kind mehr kennt, Radtouren unternommen und vieles mehr. Fernsehen gab es noch nicht, aber gelangweilt haben wir uns nicht.
Die Schule haben wir als notwendiges Übel betrachtet, aber gelernt habe ich trotzdem gern. Die Schule in Röderau war auch nicht schlecht. Wir hatten viele junge Lehrer, sogenannte Neulehrer, die sich viel Mühe mit uns gaben. Auch in der Freizeit wurde von der Schule im Rahmen von Zirkeln und Arbeitsgemeinschaften noch einiges veranstaltet.
Nach der Schule erlernte ich im Stahl- und Walzwerk Riesa den Beruf Profilwalzer und im Jahr 1960 ging ich zur NVA. Diese Zeit war aber auch nicht für die Katz, denn ich machte während meiner Armeezeit bei der Deutschen Post eine Ausbildung zum Fernschreibmechaniker und konnte anschließend bis zu meinem ersten Studium in diesem Beruf arbeiten.
Im Anschluss einige Bilder aus meiner Kinder- und Jugendzeit.

Links:
Mit meiner Mutter, Charlotte Ettelt, geb. Bielig.


Rechts:
Das Schulkind Rolf.

Bilder aus den Kindertagen:

Links: Der Blonde bin ich, rechts neben mir meine Nichte, links hinter mir mein Cousin und noch zwei Jungen aus der Nachbarschaft.

Rechts: Mit meinem Cousin Peter im Garten und hinter uns unsere Oma, Anna Bielig.

Meine erste Klasse in der Grundschule Röderau mit unserer Lehrerin Fräulein Grobe, später Frau Werner.

    Bild im Großformat

Unsere Schulbildung war kostenlos, es gibt aber Menschen, für die war sie umsonst.

Eine "Luftaufnahme" des wunderschönen und recht großen Gartens in Röderau. Auf dem Gartenweg, leider sehr klein von oben, mein Opa Emil Bielig, eine Seele von einem Menschen. 


 

Der Segelflug, mit dem ich während meiner Lehrzeit begann, prägte 30 Jahre lang meine Freizeit.
Mit dem SG 38 (links) fing es an, mit der Meise (unter links) machte es dann schon Spaß und mit der Jaskolka (unten) war noch mehr möglich.

Da war ich auch. Aber wie bereits gesagt, es war nicht vergebens.
Für die Zuschauer, die diese Uniform nicht kennen, es war die der Luftstreitkräfte der NVA.

In dieser Zeit lernte ich Renate Köplin kennen und deshalb geht es auch auf dieser Seite in Riesa weiter.